2o2o Bahamas

SharkSchool Teaching

Das war meine Geburtstagssafari

 

Cap Eleuthera

Düsseldorf um 4 Uhr in der Nacht

Düsseldorf Flughafen
Düsseldorf Flughafen

Treffpunkt Donnerstag 28.9.2017 in Düsseldorf um 4:00 Uhr nachts. Ein Teil der Verrückten hat sich als gemeinsamen Startpunkt Düsseldorf ausgesucht. Einige andere haben sich schon ein paar Tage in Ägypten eingetaucht oder die Zeit entspannt am Hotelpool verbracht.

Alle vereint
Alle vereint

Am Abend haben sich dann endlich alle gefunden und die letzten Nachzügler sind mit dem Flug aus Leipzig eingetroffen.

 

Zur Begrüßung gab es für alle eine kleine Überraschung. Die allerersten AyKay Scuba T-Shirts mit dem vorläufigen Logo für jeden Teilnehmer als Willkommensgeschenk.


M/Y Amelia im Port Ghalib
M/Y Amelia im Port Ghalib

Die erste Nacht lag die M/Y Amelia Discovery noch im Port Ghalib, da das Auslaufen erst für den kommenden Morgen geplant war.

 

Dies war für alle Anwesenden noch einmal die Gelegenheit sich die Beine zu vertreten und in die nah gelegenen Shisha Bars und Restaurants einzukehren.

 

Nach der Verteilung der Betten und den wichtigsten Fragen der Taucher wo die Woche über der Kaffee zu finden sei und wann es Frühstück gibt, waren alle froh sich endlich schlafen legen zu können.


Der erste Kaffee

Der nächste Morgen startete früher als gewollt. Neben der Aufregung und der Vorfreude aufs Tauchen war leider nicht nur unser Boot, sondern auch die anliegenden Nachbarboote dabei ihre Motoren warmlaufen zu lassen. Nach und nach krochen alle Taucher aus ihren Kojen, wohl wissend wo man Kaffee finden kann. Dieser erste Kaffee, am Deck des Bootes mit der aufgehenden Sonne im Gesicht, war wahrlich ein Segen.

Der erste Morgen, der erste Kaffee
Der erste Morgen, der erste Kaffee

Der erste Tauchgang im Roten Meer

Nicht nur für mich persönlich war es der absolut erste Tauchgang im Roten Meer, auch für einige andere aus der Gruppe war es nach dem Tauchschein und den unzähligen Tauchgängen im See, dem Atlantik oder den Indoor - Tauchzentren das erste Mal in Ägypten. Daher war die Erwartungen, an das was man gleich geboten bekommen würde und die Aufregung, mehr als groß. Ungewohnte Alutanks und der erhöhter Auftrieb im Salzwasser,  sowie die Frage, ob man sich für den richtigen Anzug entschieden hat, machten selbst mich als Tauchlehrerin beim ersten Vorbereiten des Equipments nervös und auffällig still.

Es war einfach atemberaubend schön. Fisch und Farbe wohin man auch sah. Ich persönlich hatte versucht meine Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Die Gefahr das solche Erwartungen nicht erfüllt werden können, ist einfach immer zu groß, doch ich war durchaus positiv überrascht. Natürlich lässt sich nach der ersten Euphorie schnell feststellen, dass die Riffe durch den eingezogenen Massentauchtourismus durchaus in Mitleidenschaft gezogen wurden und dennoch muss ich sagen das ich von der Vielfalt geradezu erschlagen worden bin. In jeder Koralle verbarg sich ein Lebensraum für die unterschiedlichsten Meeresbewohner. Es kam mir fast so vor als würde ein Taucher, so gut dieser auch austariert sein mag allein durch seine Anwesenheit und den Ausatemblasen diesen kleine für sich stimmigen Lebensraum stören.

Nach 55 Minuten unter Wasser war dieser erste Tauchgang auch schon wieder vorbei und ich war überrascht wie kurzweilig mir dieser vorkam. Zurück auf Deck wurde dann, wie soll es auch anders sein, bei Tee und Kekse die uns Timo von der Crew servierte, Logbuch geschrieben, sich über die ersten Eindrücke ausgetauscht, im Bestimmungsbuch nach Fische gesucht, im Schatten der Sonnensegel oder auf unserem "Beautydeck" entspannt und sich mental auf den nächsten Tauchgang vorbereitet.

In den kommenden sechs Tagen haben wir 17 Tauchgänge gemacht und viele schöne Momente sowohl über als auch unter Wasser verlebt. Auch wenn es einen sehr unangenehmen Punkt gab den ich als Studentin anbringen möchte. Das von allen verhasste frühe Aufstehen um 5 Uhr morgens. Es hat sich allerdings mehr als nur einmal bewährt und am Ende waren alle, auch ich, durchaus dankbar, dass Mohamed dies auch so konsequent durchgezogen hat. Wir waren nicht nur vor allen anderen Tauchen der anderen Safariboote im Wasser, nein die Vorteile sprachen leider auch für sich. Unter Wasser hatten wir unser Ruhe, da noch keine Boote neu anlegten oder ablegten. Die Sicht war noch nicht luftblasenverhangen durch die Massen an Tauchern, welche an solch spektakulären Riffen durchs Wasser gejagt werden, und unsere Unterwasserbegegnungen machten jede Minute an zu wenig Schlaf wieder gut.

Begegnungen wie die von Tissi und Christian, mit einem Rückenfleckanglerfisch, bei ihrem Nachttauchgang um 8 Uhr abends. Ja wer um 5 Uhr in der Früh aufstehen muss, macht abends um 20 Uhr schon seinen Nachttauchgang. Aber auch die immer wieder gesichteten Hammerhaie von den Tauchern unserer Gruppe die mit Achmed (einem der beiden Guides der Amelia) im Wasser waren. Sogar eine Schildkröte durften wir beim abtauchen in die Tiefe und später beim Fressen von Weichkorallen beobachten.

Für die erfahrenen Taucher waren besonders die Strömungstauchgänge mit Negativeinstieg (das Jacket ist beim Einstieg ins Wasser nicht mit Luft gefüllt) eine willkommene Abwechslung zum Schritt ins Wasser von der Bootsplattform gewesen. Zum Abschluss am Big Brother gab es dann eine Fahrt mit dem Schlauchboot ans Nordriff für die gesamte AyKay Scuba Truppe. Strömung am Wrack der Numidia ist keine Seltenheit, daher musste das Abtauchen recht schnell sein, nachdem beide Guides die Lage gecheckt haben. Ein OK-Zeichen und dann Negativeinstieg, schnell abtauchen zum Wrack und festhalten war die Ansage. Nach und nach versammelte wir uns um Achmed und Mohamed und dann war es endlich so weit. Jeder der es schon einmal erleben durfte kennt dieses wunderbare Gefühl. Einfach loslassen und sich von der Strömung mitreißen lassen. Das Riff zieht in einem rasenden Tempo an einem vorbei, wie ein Film. Keinen Flossenschlag muss man machen. Man kann sich ganz der Situation hingeben und diese einfach genießen.

 

Unzählige Longimani haben uns immer wieder beim Austauchen unter dem Schiff beäugt und dabei ihre Runden um uns gedreht. Selbst seltene graue Riffhaie und Fuchshaie, aber auch Tunfische, Barrakudas, Napoleons, viele kleine Riffbewohner wie die lustigen Wimpelfische, verschiedenste Makrelen, Kaiserfische, Kugelfische, sowie Doktor und Papageifischen, aber auch Muränen, Clownfische und Rochen durften wir immer wieder während unserer Tauchgänge bewundern. Nicht zu vergessen die Vielfältigkeit an Schwämmen und Korallen, die das Rote Meer noch zu bieten hat. Diese Menge war überwältigend und für mich als bekennender Atlantikliebhaber hin und wieder eine Reizüberflutung an Bewegung und Farbe im und am Riff. Dennoch war es wundervoll und ich möchte diese Woche mit diesen 15 fantastischen Menschen nicht mehr missen. Ich Danke euch für euer Vertrauen in meine erste organisierte Tauchsafari und das verleben eines wunderschönen 30. Geburtstag mit euch auf der M/Y Amelia Discovery irgendwo weit weit draußen im Roten Meer.

Eindrücke einiger Teilnehmer:

Sabine - OWD - über 100 TG
Sabine - OWD - über 100 TG

 

 "Trotz meiner Bedenken bezüglich anfänglicher Unbekanntheit und Unterschiedlichkeit kam jeder mit jedem klar! Und man hatte sogar zum Teil ähnlichen Humor. Gut fand ich auch die geduldigen Antworten und Tipps von einigen auf meine Fragen als eine der weniger erfahrenen Taucherinnen an Bord."

 


Thorben - CMAS * - über 225 TG
Thorben - CMAS * - über 225 TG

 

"Schön fand ich das ich schon einige aus der Gruppe kannte und die anderen kennenlernen durfte, vielleicht sieht man den ein oder anderen bei Gelegenheit mal wieder."

 


Maxx - TL
Maxx - TL

 

"Vielen Dank für Idee und Organisation durch Anja und natürlich auch an alle tollen Menschen, die diese Reise erst zu dem Erlebnis gemacht haben. Ich habe mich in der Runde sehr schnell wohl gefühlt. Die Tauchgänge waren toll, auch wenn man immer mehr sieht wie die Unterwasserlandschaft sich verändert".

 


Bald werdet hier auch ein kurzes Video finden.